bookmark_borderVortrag: Widerstand damals und Widerstand heute

Widerstand damals und Widerstand heute

Jin Jiyan Azadî – die (aktuelle) feministische Revolution im Iran

Im Vortrag gibt die Referentin eine historische Einordnung des jetzigen, feministischen Widerstands und den Verlauf der Revolution im Iran. Der Widerstand im Iran hat eine komplexe und vielschichtige Geschichte. Zum besseren Verständnis wird auch genauer auf den Start und Verlauf bis zum jetzigen Zeitpunkt eingegangen. Abschließen wird sie mit der Vorstellung der Organisation “Azadî Berlin”. Thematisiert wird auch der Kampf gegen Klerikalfaschismus, insbesondere im Iran, aber auch in Nahost.

Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Feministischen Vernetzung Trier und der VHS Trier statt.
Die Referentin ist bei der Organisation Azadi Berlin tätig und wird live zugeschaltet werden. Ein Awareness-Team wird ebenfalls vor Ort sein.

bookmark_borderMuseumsausflug: Women – Life – Freedom

An 27. Januar wollen wir gemeinsam nach Saarbrücken fahren, um die Ausstellung „Women – Life – Freedom. Künstlerinnen aus dem Iran“ in der Modernen Galerie Saarbrücken zu besuchen.

In unserer ungleichen Gesellschaft sind kulturelle Orte wie Museen nicht für Alle gleich zugänglich. Zum Beispiel kommen Studis umsonst in die Ausstellung, während Andere Eintritt bezahlen müssen. Dem wollen wir mit einem solidarischen Bezahlkonzept entgegenwirken: alle geben, was sie können, und für alle ist gesorgt.

Wir treffen uns um 12:15 am Hbf Trier und nehmen den RE um 12:33 nach Saarbrücken. Für die Rückfahrt ist keine genaue Zeit eingeplant, aber wir sollten grob gegen 18 Uhr zurück in Trier sein.

bookmark_borderStatement zur feministischen Revolution im Iran

Seit dem 16. September 2022, dem Tag an dem Jhina Mahsa Amini, eine junge kurdische Iranerin, von dem brutalen Regime ermordet wurde, sind zwei Monate vergangen.
Seit diesem Tag haben mutige Menschen im Iran die Revolution für die Freiheit eben dieser begonnen.

Auf der Straße tanzen und singen Menschen, sie schaffen Kunst und schreiben Lieder, lachen, küssen sich, kleiden sich frei und protestieren für die Freiheit. Und dafür bezahlen all diese Musiker:innen, Künstler:innen, Schüler:innen und Studierenden, Sportler:innen, Journalist:innen, Freiheitsliebenden, mit ihrem Leben. Seit September wurden unzählige Menschen von Revolutionsgarden und Moralpolizei ermordet, verletzt und vergewaltigt und eben auch 15.000 Menschen festgenommen.

Diese 15.000 festgenommenen Menschen sind unter schrecklichen Bedingungen in den Gefängnissen des iranischen Regimes und werden dort vergewaltigt und gefoltert. Diese 15.000 mutigen, leidenden Menschen sind mehrheitlich Jugendliche, die die Unterdrückung dieser menschenverachtenden Machthaber nicht länger ertragen wollen.

Die junge Generation. Dass sie als Frauen* tanzen, singen, selbstbestimmt entscheiden, sich kleiden und lieben wollen haben jetzt alle gehört und hoffentlich verstanden. Es ist eben die Generation, die, der auch meine Cousinen im Iran angehören, die von diesem Regime nie etwas bekommen hat und seit der Kindheit in dieser sich täglich verschlimmernden Lebensrealität leben. Das ist der Grund, weshalb sie die Zukunft des Irans sind, weil sie nichts zu verlieren haben und bereit sind alles für eine feministische Zukunft des Irans zu geben.
Dass die Konsequenzen des Protestierens extrem sind, dessen ist sich jeder kämpfende Mensch bewusst.

Und nun soll wieder etwas unglaublich Schreckliches passieren: Die Herrschenden im Iran haben entschieden, dass die Todesstrafe gegen Demonstrierende eingesetzt wird. Das bedeutet, dass 15.000 nach Freiheit dürstende Menschen brutal ermordet werden sollen. Junge Frauen* unter ihnen, werden vor der Exekution vergewaltigt, um nicht gegen das Verbot der „Exekution von Jungfrauen“ zu verstoßen und der widersprüchlichen Verfassung, die laut Klerikern nach islamischem Recht sogar nicht mehr tragbar ist, gerecht zu werden. Also werden 15.000 Menschen im Namen des Islams ermordet und so der Islam instrumentalisiert und missbraucht, um diese schrecklichen Taten zu begehen.

Als intersektional feministische, queere, deutsch-iranische Aktivistin kann ich nicht verstehen, wie dieses bevorstehende Massaker nicht die Aufmerksamkeit aller demokratischen Länder auf sich zieht. Was passieren wird, falls wir es wagen unsere Stimme nicht zu erheben oder gar den Menschen kein Gehör zu schenken, wird sein, dass das iranische Regime genau diesen Moment ausnutzen wird, um im Dunkeln, während eines vollständigen „Blackouts“ die Morde von 2019 zu wiederholen und dieses Mal nicht 2500, sondern 15.000 Menschen kaltblütig zu ermorden.

Seit Jahren begehen diese Unterdrücker menschenverachtende Verbrechen und es kann nicht sein, dass wir in einem solch historisch bedeutsamen Moment, unsere Aufmerksamkeit von diesen mutigen Menschen abwenden. Wir müssen über die Revolution sprechen, unsere Regierungen darauf aufmerksam machen den Forderungen der Menschenrechtsorganisationen betreffend sinnvoller Sanktionen, also welche, die die Finanzierung der Elite dieses Regimes unmöglich machen, nachzugehen.

Jhina Mahsa Amini, Nika Shakarimi und alle anderen, die diesem faschistischen Regime zum Opfer gefallen sind, sind von Opfern zu Symbolen geworden. Wir werden euch mit euren großen Herzen und Träumen nie vergessen und in eurem Namen dafür sorgen, dass dieses patriarchale und rassistische Regime aus den Angeln gehoben und verbrannt wird und damit euer Traum wahr wird.

Zan, zendegi, azadi.

برای خواهرانم

.شما خیلی قوی و شجاع هستید

در قلبم همیشه در کنارتان هستم

Darja S.