bookmark_borderSpendenaufruf

Für die Demo zum Internationalen Kampftag am 8.3 freuen wir uns neben eurem zahlreichen Erscheinen auch über kleine Spenden, um die Kosten für Material, Acts, Unterstützer*innen usw. zu decken. Vor allem möchten wir damit das Honorar einer Gebärdensprache-Dolmetscherin zahlen.

Dazu werden wir auf der Veranstaltung, also am 8. März von 16-18 Uhr auf dem Porta Nigra Vorplatz, eine Sammelbox aufstellen.
Dankeschön für eure Solidarität!

bookmark_borderUnser Aufruf zum feministischen Kampftag 2024

Anlässlich des internationalen feministischen Kampftags am 8. März rufen wir zu einem Aktionstag mit Infoständen und Musik um 16 Uhr und einer Demonstration um 18 Uhr an der Porta Nigra auf.

Seit Jahren kippt das gesellschaftliche Klima überall auf der Welt immer weiter nach rechts. Bundesweit zeigt sich das an den Ergebnissen der Correctiv-Recherche über den Zusammenschluss von Werteunion, AfD und Identitärer Bewegung. In Trier erleben wir das Erstarken der rechtsextremen Bewegungen Revolte Rheinland und Team Freiheit Trier. All dies sind Symptome eines rechtsoffenen Klimas, in dem diese Säuberungsfantasien wachsen und gedeihen können. Dabei zeigt sich: Antifeminismus ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Reaktionären. Das erzeugt eine bedrohliche Lage für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transidente und agender Menschen (FLINTA*), denen überall ihre mühsam erkämpften Rechte streitig gemacht werden. Das wird an zahllosen Beispielen deutlich: In den USA wurde 2022 das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche ausgehebelt. In Europa werden die im letzten Jahrhundert bitter erkämpften Menschenrechte auf EU-Ebene mit Füßen getreten und die Ergebnisse nationaler Abschottungspolitik zeigen ihr hässliches Gesicht. Mit dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) wird das Asylrecht bedroht, das aus den Lehren der NS-Zeit entstand. Es fuckt ab, dass Abschiebung für viele ein Grund geworden ist, eine Partei zu wählen. Dadurch wird offensichtlich, dass struktureller Rassismus genauso tief in unserem System verwurzelt ist, wie struktureller Sexismus. Das Vorhaben eines gemeinsamen europäischen Strafrechts bei sexualisierter Gewalt wurde von der FDP blockiert. Auch das Ersetzen des überholten Transsexuellengesetzes mit dem Selbstbestimmungsgesetz, welches sich Grüne und FDP auf die Fahnen geschrieben hatten, ist nach über zwei Jahren immer noch ein leeres Versprechen. Danke für nichts! Während die regierenden Parteien Fortschritte verzögern oder regelrecht blockieren, steigen die Angriffe aus dem rechten Lager gegen queere Existenz: Die Jungen Alternativen rufen zum homophoben und transphoben „Stolzmonat“ auf, Christfundamentalist:innen organisieren „Märsche für das Leben“ gegen die körperliche Selbstbestimmung von FLINTA*. Da sind sich dann auch die „Brandmauerparteien“ wie CDU/CSU nicht zu Schade mit regelrechten Faschos zu marschieren.
Auch im internationalen Kontext zeigt sich, Feminist:innen müssen gegen rechts-konservative Kräfte zusammenhalten und für Versorgung und Schutz sorgen, sowie den Kampf um Selbstbestimmung und Gleichberechtigung gemeinsam führen. Die Organisierung deutsch-polnischer Netzwerke, um in Polen lebenden FLINTA* trotz staatlichen Verbots Abtreibungen zu ermöglichen;
die chilenischen Flashmobs von Las Tesis „un violador en tu camino“ („ein Vergewaltiger auf deinem Weg“), die sich gegen strukturell gestützte sexualisierte Gewalt richteten und international viral gingen;
die „ni una menos“-Bewegung gegen Femizide in Latein-Amerika, ausgehend von Argentinien, inzwischen weltweit bekannt;
die Frauenrevolution in Rojava gegen den türkischen Faschismus und patriarchale Strukturen: all diese Beispiele zeigen, wie stark wir sind, wenn wir uns über nationale Grenzen hinweg zusammentun.
Feminismus muss antifaschistisch sein, wenn er für Geschlechtergerechtigkeit und gegen jegliche Unterdrückung kämpft. Antifaschismus braucht eine kritische Auseinandersetzung mit sexistischen Strukturen, wenn er nachhaltig wirksam sein und einen breiten und vielfältigen Rückhalt in der Gesellschaft haben will. Antifaschismus kann eben nicht nur Nazis boxen sein, sondern muss unter anderem auch Recherche, Care-Arbeit, und Schutz von Verfolgten sein. Du musst kein Macker sein, um Antifaschist:in zu sein.

Der historische Kampf gegen Nationalsozialismus und Faschismus hat gezeigt, dass in Zeiten rechten Erstarkens kein Verlass auf staatliche und parteiliche Institutionen ist. Parteifahnen und sonstige Parteisymbolik sind deshalb auf der Demo unerwünscht. Demokratie müssen wir selber schützen und selbst organisieren. Daher wollen wir uns dieses Jahr kämpferisch und solidarisch zeigen, statt nur an Regierung und Opposition zu appellieren, sich für uns einzusetzen.

Kommt mit uns auf die Straße und lasst uns gemeinsam eine kämpferische, feministische und antifaschistische Bewegung aufbauen! Wir sind viele und stellen uns zusammen dem Rechtsruck entgegen!
Gegen Macker und Faschisten – Fight the power, fight the system!

Alle Infos zur Veranstaltung findet ihr hier

bookmark_borderAuf zum Feministischen Kampftag 2024!

Zum Aufruf
Zu den Veranstaltungsinfos

Anlässlich des internationalen feministischen Kampftags am 8. März rufen wir zu einem Aktionstag mit Infoständen und Musik um 16 Uhr und einer Demonstration um 18 Uhr an der Porta Nigra auf.

Feminismus muss antifaschistisch sein, wenn er für Geschlechtergerechtigkeit und gegen jegliche Unterdrückung kämpft. Antifaschismus braucht eine kritische Auseinandersetzung mit sexistischen Strukturen, wenn er nachhaltig wirksam sein und einen breiten und vielfältigen Rückhalt in der Gesellschaft haben will.

Der historische Kampf gegen Nationalsozialismus und Faschismus hat gezeigt, dass in Zeiten rechten Erstarkens kein Verlass auf staatliche und parteiliche Institutionen ist. Parteifahnen und sonstige Parteisymbolik sind deshalb auf der Demo unerwünscht. Demokratie müssen wir selber schützen und selbst organisieren. Daher wollen wir uns dieses Jahr kämpferisch und solidarisch zeigen, statt nur an Regierung und Opposition zu appellieren, sich für uns einzusetzen.

Kommt mit uns auf die Straße und lasst uns gemeinsam eine kämpferische, feministische und antifaschistische Bewegung aufbauen! Wir sind viele und stellen uns zusammen dem Rechtsruck entgegen!

Gegen Macker und Faschisten – Fight the power, fight the system!

bookmark_borderNeues Jahr, neuer Feministischer Kampftag: sei dabei!

Habt ihr Lust, dieses Jahr den Feministischen Kampftag am 8. März mitzugestalten?
Kommt zum Planungstreffen am Montag, 8.1. um 18 Uhr im Gruppenraum im Schmit-Z, im ersten Stock.
Dieses Jahr wollen wir unter dem Motto „F-Antifa“ auf die Straße gehen. Wir wollen also einen thematischen Schwerpunkt auf die notwendige Verknüpfung von Feminismus und Antifaschismus legen.
Eine Demo ist schon angemeldet, wie wir sie gestalten und was für Aktionen sonst noch möglich sind, ist alles noch offen. Bringt also all eure Ideen und Tatkraft mit!

bookmark_borderKeine Bühne für Sexualisierte Gewalt!

Keine Bühne für Menschen, die frauenverachtende Strukturen aufbauen und aufrechterhalten!

Am 20.11.2023 kommt Till Lindemann nach Trier und spielt ein Konzert in der Arena Trier — als ob nichts gewesen wäre.

Seit sich viele mutige Frauen im Frühjahr getraut haben, mit ihren Erfahrungsberichten an die Öffentlichkeit zu gehen und von Übergriffen und organisierter sexualisierter Gewalt im Kontext von Rammstein- und Lindemann-Konzerten zu sprechen, sind einige Monate vergangen. Zwar ermittelte die Staatsanwaltschaft Berlin gegen Till Lindemann, aber das hat bisher kaum Auswirkungen auf den Starkult um den Rammstein-Frontmann.

Was aber passiert mit den Betroffenen, den mutigen Menschen, die trotz erlebter Verletzungen offen sprechen und damit das Schweigen brechen?

Ihr Erleben wird angezweifelt und schlimmer noch, ihnen wird die Verantwortung dafür zugeschrieben, sich aus Naivität und Bewunderung in eine möglicherweise prekäre Lage gebracht zu haben.

Wir wollen missbräuchliche Strukturen nicht länger verschleiern, sondern an der Seite der Betroffenen solche verachtenden Strukturen anprangern und beleuchten.

Sexualisierte Gewalt durch „Stars“ der Musik ist ein bekanntes Muster und es wird nicht dadurch „gut“ oder weniger schädigend, dass eine gesamte Gesellschaft sie als „normal“ und branchenspezifisch erklärt. Überall dort, wo es ein Machtgefälle gibt — zum Beispiel zwischen Künstler*in & Fan oder zwischen Management & Veranstalter*in — kann es zu Machtmissbrauch und Übergriffen kommen. Es wird Zeit, Systeme zu sprengen, die Sexualisierte Gewalt ermöglichen und verschleiern!

Machen wir uns bewusst: Solange Akteur*innen sich nicht dazu bekennen, Sexualisierte Gewalt klar zu ächten und Betroffenen mit Respekt zu begegnen bleibt diese Veranstaltung ein unsicherer Ort!

Trier braucht Veranstaltungsorte, die für ALLE Feiernde und Kulturinteressierte sicher sind!

Trier braucht eine Veranstaltungsbranche, die Respekt und Augenhöhe vor Profit stellt!

Darum rufen wir am 20.11.2023 zum Gegenprotest auf!

Statt menschenverachtende Systeme zu schützen, brauchen wir offene Ohren für und Unterstützung von Betroffenen! Sprengt die Ketten von Macht und Sexismus in der Eventbranche!

Wir fordern weiterhin eine klare Positionierung von Veranstaltenden gegen geschlechtsspezifische und Sexualisierte Gewalt!

Kommt zu unserer Kundgebung am 20.11.2023 um 18 Uhr vor die Arena Trier und werdet endlich mit uns laut!

Feministische Vernetzung Trier, Frauennotruf Trier, Save the night Trier

bookmark_borderAufruf Safe Abortion Day 2023 Trier

Am 28. September ist der bundesweite Tag für sichere Schwangerschaftsabbrüche, der „Safe Abortion Day“, und wir gehen auf die Straße! Warum ist dieser Tag so wichtig und was sind unsere Anliegen?

Sexualität gehört zum Leben dazu und die meisten Menschen mit Gebärmutter können schwanger werden – nicht immer wollen sie aber auch ein Kind gebären. 

Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben: Sie haben vielleicht schon Kinder und die Familienplanung ist eigentlich abgeschlossen. Sie wollen zwar später einmal Kinder, aber stecken noch mitten in der Ausbildung und wollen diese erst beenden. Oder sie wollen auch einfach keine Kinder haben. Also entscheiden sie sich selbstbestimmt gegen die Fortsetzung der Schwangerschaft, also für einen Schwangerschaftsabbruch. 

So weit, so klar- doch dann kommt die gesetzliche Regelung dazwischen und in vielen Fällen beginnt  eine Tortur!

Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland über den Paragraf 218 im Strafgesetzbuch geregelt. 

Das heißt, sie sind illegal und bleiben nur unter bestimmten Umständen straffrei – es gibt also aus Sicht des Gesetzes eine „Austragungspflicht“. 

Als ungewollt schwangere Person ist diese Regelung die Ursache für eine ganze Reihe von Hürden. Sie führt zu Stress und hoher Belastung. Denn, wenn eine ungewollt schwangere Person sich für einen Abbruch der Schwangerschaft entschieden hat, muss sie nach Paragraf 219 StGB eine sogenannte Schwangerschaftskonfliktberatung in Anspruch nehmen, die laut Strafgesetzbuch dem „Schutz des ungeborenen Lebens“ dient –  Schutz des Lebens der ungewollt  Schwangeren wird  nicht  benannt !  

Danach muss sie noch drei Tage warten, bevor sie die Schwangerschaft medikamentös oder instrumentell abbrechen lassen darf. 

Darüber hinaus gibt es nur sehr wenige gynäkologische Praxen oder Kliniken in Deutschland, die überhaupt Schwangerschaftsabbrüche durchführen. 

Einerseits gehören die Methoden des Schwangerschaftsabbruchs nicht standardmäßig zur medizinischen Grundausbildung und andererseits ist der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland nicht Teil der medizinischen Grundversorgung. Gynäkolog*innen  sind nicht verpflichtet,  Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.

Wenn sie sich doch dazu entscheiden, sich zu Schwangerschaftsabbrüchen fortzubilden und diese anzubieten, sind sie häufig Anfeindungen ausgesetzt.

Sowohl die Ärzt*innen als auch ihre Patient*innen werden der sogenannten „Gehsteigberatung“ von sogenannten „Lebensschützer*innen“, also Abtreibungsgegner*innen, ausgesetzt. Diese Abtreibungsgegner*innen bedrängen, belästigen und bedrohen sowohl die ungewollt Schwangeren als auch die Ärzt*innen –  aus ihrer Sicht, um Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern. Allerdings verhindern diese Belästigungen nicht einen einzigen Schwangerschaftsabbruch. Zu einer Fortsetzung der Schwangerschaft kommt es dann, wenn sich die Schwangere aus eigener positiver Überzeugung, manchmal auch mit Hilfe der professionellen Beratung und Begleitung, für das Leben mit dem Kind entscheidet.

Den ungewollt Schwangeren werden also sowohl von Seiten der Gesetzgebung als auch von Seiten der Abtreibungsgegner*innen das Recht und die Fähigkeit abgesprochen, selbst über ihren Körper, ihre Sexualität und ihre Gesundheit  sowie ihre Lebens- und Familienplanung zu entscheiden. 

Die gesetzliche Regelung der Schwangerschaftsabbrüche ist entmündigend und führt in Kombination mit der gesellschaftlichen Stigmatisierung und der unzureichenden Versorgungslage nicht dazu, dass sich mehr Schwangere für ein Austragen der Schwangerschaft entscheiden, sondern im Gegenteil: Sie greifen in ihrer Verzweiflung zu unsicheren Methoden und gefährden damit ihr eigenes Leben.

Deswegen fordern wir:

1. Die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen – Weg mit §§218,219 aus dem Strafgesetzbuch!

2. Die Anerkennung von Schwangerschaftsabbrüchen als Teil der medizinischen Grundversorgung!

3. Die Aufnahme der Methoden zum Schwangerschaftsabbruch in die medizinische Grundausbildung!

4. Ein flächendeckendes und wohnortnahes, medizinisches Angebot zum Schwangerschaftsabbruch – im Klartext: Schwangerschaftsabbrüche in Trier ermöglichen!

5.  Erhalt des Angebots einer ergebnisoffenen, lebensnahen und unterstützenden Beratung!

6. Sexuelle Bildung die selbstbestimmte Sexualität unter Achtung der Grenzen aller Beteiligten fördert!

Komm daher am 28.9.2023 um 18 Uhr mit uns auf die Straße!

Informiere dich an unserem Infostand auf dem Domfreihof über die Versorgungslage in der Region und erhebe deine Stimme für sichere Schwangerschaftsabbrüche in Trier und überall!

Feministische Vernetzung Trier, pro familia Trier, Schwangerschaftskonfliktberatung Diakonie Trier & die plattform Trier

bookmark_borderDemonstration zum internationalen Tag gegen patriarchale Gewalt am 25. November 2022

 
Wir rufen zu einer gemeinsamen Demonstration am 25.11, dem Internationalen Tag gegen patriarchale Gewalt auf! Es gibt viel zu tun im Kampf gegen patriarchale Gewalt. Seit dem Bestehen der Istanbul Konventionen hat sich in Deutschland nicht genug getan! Dies bestätigen verschiedenste Fachberichte, welche sich mit der Umsetzung der Konvention in Deutschland befasst haben.
 
Beratungsstellen, die sich für Betroffene von Gewalt einsetzen, laufen oft über Projektfinanzierungen und haben damit keine dauerhaft gesicherte Existenzgrundlage. Wir fordern eine projektunabhängige Finanzierung dieser Beratungsstellen! Ebenso braucht es  mehr Fachkräfte und das Schaffen neuer Stellen in diesem Bereich, um den Bedarf ausreichend abdecken zu können. Wir fordern mehr Plätze für Betroffene in Frauenhäusern. Neben bereits etablierten Hilfestrukturen sind Angebote der Selbsthilfe und gegenseitigen Hilfe extrem wichtig, um niederschwelliger Personen erreichen zu können.
 
Es muss mehr staatlich finanzierte Fördermittel und Werbung geben: für Beratungsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten nach einer Gewalterfahrung. Sowohl um Aufmerksamkeit zu schaffen, als auch um Stigmatisierungen abzubauen.
 
Innerhalb der Strukturen der Polizei und des juristischen Systems gibt es selten eine ausreichende Sensibilisierung für den Umgang mit Gewaltbetroffenen – dies kann zu unschönen Situationen und im schlimmsten Fall Retraumatisierungen führen. Daher ist es extrem wichtig, innerhalb dieser Bereiche aufzuklären und Konzepte zur  Prävention und Aufarbeitung zu schaffen, vorallem um Täterschutz vorzubeugen. Zusätzlich fordern wir eine finanzielle Unterstützung bei gerichtlichen Verfahren für Menschen in prekären Situationen, damit Gerechtigkeit keine Sache des Geldes ist!
 
Neben physischer Gewalt existieren etliche weitere Formen der Gewalt, die FLINTA* (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen) besonders stark treffen. Dazu zählt sexualisierte Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt, weswegen wir fordern, dass Deutschland die 2019 verfasste Konvention 190 der international labour organisation gegen eben diese Gewaltform unterzeichnet! Wichtige weitere, oft bagatellisierte Formen sind digitale Gewalt/ Cybergewalt und Stalking.  Hier fordern wir ein Umdenken und Ausbau zum Schutz von Menschen die von Stalking oder Cybergewalt betroffen sind. Dazu zählen auch Gesetze und ein Ernstnehmen von Personen, die gestalked werden, auch bevor es zu Gewalt kommt. Genau das ist eine Form der Präventationsarbeit, welche in staatlichen Strukturen umgesetzt werden sollten, damit Stalking nicht der Anfang und ein Femizid nicht das Ende ist.
 
 Ebenso fordern wir den Auf- bzw. Ausbau  von Schutzräumen und Beratungsangeboten für queere Menschen und geflüchtete FLINTA*, queere Geflüchtete und Menschen mit psychischen Erkrankungen, sowie be_hinderte Menschen. Deutschland hat mittlerweile anerkannt, dass Gewalt an FLINTA* geschlechtsspezifisch ist – warum gibt es dann immer noch kein Asylrecht für aufgrund ihres Geschlechts verfolgten FLINTA* .Diese Forderungen finden sich auch in der Istanbulkonvention und benötigen im Kern eine Feministisch-pazifistische Außen- und Entwicklungspolitik. Wir sehen Betroffene, aber in unseren Augen müssen sie weiß, cis, (able bodied) und heterosexuell sein. Genau deswegen sind neben dem Ausbau queerer Hilfeangebote und dem Ausbau von Hilfsangeboten für geflüchtete Personen & be_hinderte Personen Schulungen für Unterstützungseinrichtungen zu den Themen kultursensible , Queer-freundliche, barrierefreie Beratung und Öffnung wichtig, um diese Strukturen überhaupt schaffen zu können.
  
 Aus all diesen Gründen lohnt es sich auf die Straße zu kommen – für eine gerechte, friedliche, feministische Zukunft, in der niemand aufgrund bestimmter Merkmale und struktureller Ungerechtigkeiten Gewalt erfahren muss! Schließt euch uns an und seit laut, besonders für all die Menschen, die nicht laut sein können!
 
– Feministische Vernetzung Trier, Frauennotruf Trier, Interventionsstelle Trier, AG Frieden Trier

bookmark_borderAufruf zum safe abortion day 28.9.2022 

Ungewollt Schwanger? (K)ein Problem! – Aufruf zum safe abortion day 2022

 
Das Thema Schwangerschaftsabbrüche bleibt auch in diesem Jahr hochaktuell. 
Am 24. Juni 2022 kam nach jahrelangem Kampf für die körperliche und reproduktive Selbstbestimmung endlich eine gute Nachricht: die Ampel-Koalition hat ihr Wahlversprechen gehalten und die Aufhebung des berüchtigten Paragraph 219a StGB („Werbe“- bzw. Informationsverbot für Ärzt:innen zu Schwangerschaftsabbrüchen) beschlossen. Das bedeutet, dass Ärzt:innen nun öffentlich über  Schwangerschaftsabbrüche informieren können, ohne Angst vor strafrechtlicher Verfolgung haben zu müssen – eine längst überfällige Entscheidung, aber besser spät als nie.
Feminist:innen deutschlandweit freuten sich noch über diese gute Nachricht, da kam am Nachmittag desselben Tages die schlechte hinterher: in den USA war gerade das Gerichtsurteil Roe v. Wade aufgehoben worden. Das bedeutet, dass in 19 der 50 US-Staaten Abtreibungen jetzt illegal sind. Und in einigen weiteren Staaten steht das Recht auf Abtreibung nun auf der Kippe. Diese Entscheidung nimmt Millionen von Menschen, vorwiegend Frauen, das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. 
Aus den USA erreichten uns Bilder von wütenden, verzweifelten Protesten. Es ist unerlässlich, dass wir unseren feministischen Geschwistern jenseits des Atlantiks Solidarität zeigen und ihre Kämpfe unterstützen. 
Aber auch für die Lage hier vor Ort wollen wir kämpfen. Die Aufhebung von 219a ist schön und gut, aber die Paragraphen 218 und 219 bleiben: Schwangerschaftsabbrüche sind nach deutschem Gesetz immer noch illegal und nur „unter Umständen“ straffrei. Allein 2021 wurden in Deutschland laut polizeilicher Kriminalstatistik 83 Fälle gemäß §§218,219 StGB zu Schwangerschaftsabbrüchen zur Anzeige gebracht.
Diese Gesetzeslage führt zu einem massiven Versorgungsmangel. Wer in Trier schon mal ungewollt schwanger war, weiß, dass es notwendig ist, für einen Abbruch nach Wittlich oder Saarbrücken zu fahren, weil keine einzige Klinik oder Praxis im katholischen Trier diesen simplen medizinischen Eingriff anbietet.
Diese Gesetze und die unhaltbar schlechte Versorgung schützen aber keinesfalls Leben – wie so viele selbsternannte „pro-life“-Überzeugte, nur zu gern Männer, behaupten – sie sorgen lediglich dafür, dass die Abbrüche ohne medizinische Fachkenntnis und unter unwürdigen Bedingungen im Verborgenen stattfinden und dadurch einige Menschen ihre Gesundheit, wenn nicht sogar ihr Leben riskieren!
Die Situation in den USA hat einmal mehr gezeigt, auf welch wackeligen Füßen die rechtlichen Entscheidungen in Sachen selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche stehen. Auch in Deutschland gibt es keine Garantie, dass nicht konservative oder faschistische Kräfte eine Rückentwicklung fordern und durchbringen.
Doch es gilt:
Abtreibungen gehören zur medizinischen Grundversorgung und müssen als solche auch in Trier zugänglich sein und sicher durchgeführt werden!
Körperliche und reproduktive Selbstbestimmung muss die patriarchale Fremdbestimmung der unhaltbaren Gesetzeslage ablösen!
Informationsfreiheit und standardisierte Ausbildung für Ärzt:innen müssen genau so wie sexuelle Bildung und Aufklärung zu Schwangerschaftsabbrüchen rechtlich verankert werden!
Weg mit den §§218,219 StGB!
Am 28. September wollen wir deshalb erneut unsere Forderungen auf die Straße bringen und die Mythen über Abtreibungen aufklären.
Kommt zu unserer Kundgebung ab 14 Uhr zum Pranger (Grabenstraße) und informiert euch über die Lage und Handlungsoptionen in Trier.
Zeigt eure Solidarität mit allen gebärfähigen Menschen, die hierzulande und weltweit immer weiter für ihre Selbstbestimmung kämpfen müssen!
Jetzt erst recht! My body – my choice!

bookmark_borderJetzt erst recht! Körperliche Selbstbestimmung für Alle und Überall!

 
Manchmal passieren Dinge unglaublich schnell. Bei unserem letzten Stammtisch haben wir in gemütlicher FLINTA-only-Runde gesessen und über das Recht auf Abtreibung geredet. Es gab einen Input über die miese rechtliche Lage in Deutschland mit den Paragraphen 218 und 219, und über die noch miesere Versorgungslage in Trier. Wir waren uns alle einig, dass sich da etwas ändern muss.
Am nächsten Morgen, es war der 24. Juni, kam dann die gute Nachricht: die Ampel-Koalition hat ihr Wahlversprechen gehalten und die Aufhebung des berüchtigten Paragraph 219a StGB beschlossen. Das bedeutet, dass Ärzt:innen nun öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche informieren können, ohne Angst vor strafrechtlicher Verfolgung haben zu müssen – eine längst überfällige Entscheidung, aber besser spät als nie.
Feminist:innen deutschlandweit waren sich noch über die gute Nachricht am freuen, da kam am Nachmittag desselben Tages die schlechte hinterher: in den USA war gerade das Gerichtsurteil Roe v. Wade aufgehoben worden. Das bedeutet, dass in 19 der 50 US-Staaten Abtreibungen jetzt illegal sind. Und in einigen weiteren Staaten steht das Recht auf Abtreibung nun auf der Kippe. Diese Entscheidung nimmt Millionen von Menschen, vorwiegend Frauen, das Recht auf körperliche Selbstbestimmung.
Aus den USA erreichen uns Bilder von wütenden, verzweifelten Protesten. Es ist unerlässlich, dass wir unseren feministischen Geschwistern jenseits des Atlantiks Solidarität zeigen und ihre Kämpfe unterstützen.
Aber auch für die Lage hier vor Ort wollen wir kämpfen. Die Aufhebung von 219a ist schön und gut, aber Paragraphen 218 und 219 bleiben: Schwangerschaftsabbrüche sind nach deutschem Gesetz immer noch illegal, nur unter Umständen straffrei.
Diese Gesetzeslage führt zu einem massiven Versorgungsmangel. Wer in Trier schon mal ungewollt schwanger war, weiß, dass es notwendig ist, für einen Abbruch nach Wittlich oder Saarbrücken zu fahren, weil keine einzige Klinik oder Praxis im katholischen Trier diesen simplen medizinischen Eingriff anbietet.
 
Wir wollen etwas tun! Wir wollen internationale, bundesweite und lokale Kämpfe miteinander verbinden. Wir wollen körperliche Selbstbestimmung für alle, in Trier, in der BRD und weltweit.
Wenn Du dich auch kämpferisch fühlst, komm zum Aktionstreffen am 15.07. um 19 Uhr an unserem üblichen Stammtisch-Platz (die Wiese neben dem Queergarten).
 
Jetzt erst recht! Körperliche Selbstbestimmung für Alle und Überall! My body, my choice!
 
 
 
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